Weichen

zuletzt bearbeitet am 19. Mai 2026

Vorbemerkung

Seit dem Altertum gibt es spurgeführte Bahnen und genauso lange gibt es auch die Notwendigkeit, dass die Bahnfahrzeuge anderen Bahnfahrzeugen ausweichen oder zu bestimmten Ladestellen abgelenkt werden können. Die Geschichte der Entwicklung der spurgeführten Bahnen bis zur Etablierung des lokomotivbespannten Wagenverkehrs am Beginn des 19. Jahrhunderts ist gut dokumentiert und muss hier nicht unbedingt wiederholt werden, Hinweise auf Grundlagenliteratur findet Ihr unter Quellen. Bei meiner Zielgruppe setze ich die Kenntnis der Weichengrundformen voraus, auch dazu gibt es bereits endlos Material in Papier- und Elektronenform.

Zum Einstieg soll eine Urahnin der modernen Weichen gezeigt werden:

Ursprünglich wird die Fahrt der Wagen in den Wechseln (Weichen, Ausweichen) durch die Richtung der Zugkräfte (Mensch, Tiere) und/oder durch gezielte Schubser beeinflusst. Die erste Weiche mit einem beweglichen Führungselement wird im 16. oder 17. Jahrhundert verortet - mit einer Universalzunge für beide Fahrtrichtungen inklusive eines lückenlosen Herzstücks.

Bei einer Spurweite von ungefähr 400 mm und einer Zungenlänge bis etwa 2,4 Meter ist das System gut zu händeln.

Diese Ausweiche der Stuttgarter Pferdebahn mit festen Spitzen ist schon aus dem Jahr 1871. Das Prinzip musste nicht verändert werden.

Mittlerweile haben die Weichen der deutschen privaten und staatlichen Bahngesellschaften eine bald zweihundertjährige Entwicklung hinter sich. Einige Aspekte zu dem Thema werden hier besprochen.

Diverse Beiträge sind in Arbeit.

Für alle Beiträge gilt: Einige Scans der Originalliteratur wurden bearbeitet, um die Übersichtlichkeit und Verständlichkeit zu gewähren bzw. zu verbessern. Die Inhalte wurden dadurch nicht verändert.

Bei Pferdebahnen haben sich Schienen, die bis an die durchgehenden Außenschienen geführt werden und nur den für die Spurkränze nötigen Raum aussparen, bewährt. Die Bauweise wird feste Zungen genannt. Die Wagen werden von den Zugpferden in die richtige Richtung gezogen.

Das ändert sich mit der Einführung dampfbetriebener Zugmaschinen, denn die ist selbst von der Führung durch die Schienen abhängig, kann nicht alleine die Richtung bestimmen.

Quellen

  • Handbuch für specielle Eisenbahn-Technik, Band 1 Der Eisenbahnbau, Edmund Heusinger von Waldegg, Leipzig 1873 (Grundlagenwerk)

  • Das Eisenbahn-Geleise, August Haarmann, Leipzig 1891 (Grundlagenwerk)

  • Handbuch der Ingenieurwissenschaften, V. Band: Der Eisenbahnbau, Ferdinand Loewe u.a., Leipzig 1898 (Grundlagenwerk)